Wir wollen weniger Bürokratie, Unmut und Korruption und stattdessen klare, einfache Regeln, die für alle gelten! Jeder soll ein Mindesteinkommen von 800 € bekommen, ohne dass sein Privatleben durchleuchtet wird. Aber das Mindesteinkommen ist nur eine Grundsicherung, es ermöglicht nur das unbedingt Notwendige. Jeder bekommt es - auch all diejenigen, die arbeiten. Im Gegensatz zu heute werden jedoch angemessene Löhne ermöglicht und gefördert. Angemessenes Einkommen heißt das Mindesteinkommen plus dem, auf das sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einigen können.
Werden dadurch mehr Menschen auf Kosten anderer faulenzen? Nein, das Gegenteil wird eintreten! Menschen die auf Kosten anderer leben hat es immer schon gegeben. Es gibt sie heute und es wird sie auch in Zukunft geben. Auch noch stärkere und umfangreichere Kontrollen werden das nicht verhindern. Jemand der partout nicht arbeiten will, wird immer einen Weg finden. Man braucht sich nur genügend dumm zu stellen. Man kann auch nur so tun, als ob man arbeitet – als ob es andere wären, die nicht (genügend) arbeiten und man selber ihre Arbeit erledigen würde. Man kann sich „hochloben“ oder „entlassen“ lassen. Korruption, Unmut und Bürokratie helfen zur Not weiter: solange viele sich fast nur noch irgendwie durchmogeln und mit Ellenbogen ihren eigenen Vorteil sichern und verschleiern, solange wird das Ausnutzen gefördert! Es wird stets noch genügend Möglichkeiten geben - legale und illegale – selbst in einem totalen Überwachungsstaat.
Unsere Verfassung schreibt uns vor diejenigen zu unterstützen, die nicht genügend Einkommen haben. Das ist gut so, denn im Moment gibt es nicht genügend Arbeitsplätze. Eine Gesellschaft in der Behinderte und Benachteiligte nicht angemessen unterstützt werden, wäre menschenverachtend.
Die Idee des Mindesteinkommens ist es umzudenken. Ist es sinnvoll zu versuchen erwachsene Menschen bürokratisch und pauschal umzuerziehen? Oder sollten sie nicht besser selber Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen? Wollen wir weiter überprüfen lassen, ob nicht doch noch eine 2. Zahnbürste in einer Wohnung ist und wem sie gehört? Wollen wir Menschen vorschreiben wie groß eine Wohnung sein und wie hoch der Quadratmeterpreis höchstens sein darf, jedoch bis zu diesem Höchstwert alles bezahlen, egal ob gespart wird oder nicht? ... Oder wollen wir die Menschen selber entscheiden lassen, ob sie nicht lieber mehr für eine gesunde Ernährung und/oder Kultur ausgeben und dafür lieber weniger für Miete bezahlen möchten?
Oft ist es heute so, dass es im Portemonnaie kaum einen Unterschied macht, ob man „Geringverdiener“ ist oder „arbeitslos“. Teilweise haben Menschen sogar weniger in der Tasche, wenn sie arbeiten. Es ist kein Wunder, wenn es diesen Menschen an Motivation fehlt. Das wollen wir verändern! Was halten sie davon(Kritik ist willkommen)?
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